Die EVL ist ein minimal invasives Verfahren, bei dem über eine optische Faser Laserenergie abgegeben wird, wodurch sich das Blut im Inneren der Vena saphena erwärmt. Durch die abgegebene Laserenergie wird das Blut zum Kochen gebracht. Der entstehende Dampf schädigt die Vene und führt zur Bildung eines Blutpfropfs. Beim Herausziehen der optischen Faser wird die Laserenergie abgegeben und führt dazu, dass ein Blutpfropf entsteht, der die behandelte Vene über die gesamte Länge verschließt.
In einem Artikel des Journal of Vascular Surgery vom September 2003 wird berichtet, dass 67 % der EVL-Patienten durchschnittlicht eine Woche über Schmerzen klagten (Bereich von 0,2 bis 8 Wochen) und 51 % verschreibungspflichtige Schmerzmittel einnahmen. In einem im April 2002 im Journal of Vascular Surgery veröffentlichten Artikel über eine weitere EVL-Studie wird über eine laserinduzierte Venenperforation mit Hämatombildung bei Patienten berichtet, die etwa zwei Wochen anhielt. Die EVL-Wirksamkeit wird in Berichten einzelner Behandlungszentren mit einer Venenverschlussrate von 90 bis 97 % nach einem Jahr und mit 93 % nach zwei Jahren angegeben.
DEin erheblicher Nachteil der derzeitigen EVL-Methode und -technologie besteht darin, dass es während der Behandlung bei unterschiedlicher Venengröße und variierendem Blutvolumen keine Systemrückmeldung als Orientierungshilfe bezüglich der Abgabe der Laserenergie oder der Geschwindigkeit beim Zurückziehen der optischen Faser gibt. Ohne eine solche Rückmeldung kann es unter der EVL zu unerwünschten Behandlungsergebnissen wie einer Perforation der Venenwand oder einem großen Blutpfropf entlang der behandelten Vene kommen. Hierdurch können folgende Komplikationen auftreten:
- Erhebliche Schmerzen, Schmerzempfindlichkeit, Hämatombildung und Hautverfärbungen nach dem Eingriff und
- eine Wiedereröffnung der Venen durch körpereigene Substanzen, die den Blutpfropf auflösen.
In einem unabhängigen Vergleich zwischen dem Closure-System und der EVL zeigten sich bei den mit dem Closure-Verfahren behandelten Beinen der Patienten deutlich bessere Ergebnisse in Form einer höheren Gefäßverschlussrate, geringerer Hämatombildung und weniger postoperativen Schmerzen.
Um den Erfahrungsbericht eines Patienten zu lesen, der sich sowohl einem Venen-Stripping als auch dem Closure-Verfahren unterzogen hat, klicken Sie hier.
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