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Was ist ?oberflächlicher venöser Rückstrom"? Oberflächlicher venöser Rückstrom entsteht, wenn die Venen, die normalerweise den Blutfluß aus den Beinen zum Herzen unterstützen, beschädigt oder erkrankt sind. Dies führt zu einer Ansammlung von Blut in Ihren Beinen und zu Symptomen wie Schmerzen, Schwellungen und Krampfadern. Was genau ist das Closure-Verfahren? Bei der Closure®-Methode handelt es sich um ein minimal invasives chirurgisches Verfahren für Patienten mit einem unter dem Namen ?oberflächlicher venöser Rückstrom" bekannten Leiden, das oft zu Krampfadern führt. In die betroffene Vene wird durch einen kleinen Einschnitt ein dünner Katheter eingeführt. Der Katheter überträgt Hochfrequenzenergie auf die venenwand, was zu deren Erhitzung, Kollaps und Verschluss führt. Wie geht das Radiowellen-Verfahren gegen den oberflächlichen venösen Refux vor? Da die Venenklappen nicht ?repariert" werden können, muss der Blutfluss durch gesunde Venen gewährleistet werden. Ursprünglich wurde dies durch das chirurgische Entfernen (Stripping) der betroffenen Vene bewirkt. Das Closure®-Verfahren bietet dem gegenüber eine minimal invasive Alternative, indem die Problem-Vene ?verschlossen" wird. Sobald die erkrankte Vene verschlossen ist, übernehmen gesunde Venen deren Funktion und sorgen für den normalen Blutfluss. Wie unterscheidet sich das Closure® -Verfahren vom Venenstripping? Bei der Stripping-Operation macht der Arzt in der Leistengegend einen Einschnitt und bindet die Vene ab. Anschließend wird die Stammvene durch Herauslösen aus dem Bindegewebe entfernt. Beim Closure® -Verfahren wird kein solcher Einschnitt vorgenommen. Die Vene bleibt an Ort und Stelle und wird mit einem speziellen Katheter verödet, der durch einen kleinen Einschnitt eingeführt wird. Venenstripping erfolgt in der Regel in einem Operationssaal unter Vollnarkose, während das Closure® -Verfahren ambulant und in der Regel nur mit örtlicher oder regionaler Betäubung durchgeführt wird. Drei randomisierte Studien, die die Closure®-Methode dem Venenstripping gegenüberstellen, darunter auch die multizentrische Vergleichsstudie, zeigen weitgehend vergleichbare Ergebnisse. In der multizentrischen Vergleichsstudie war das Radiowellen-Verfahren dem Stripping statistisch signifikant überlegen. Die Studie belegte, dass 80,5% der mit Closure® behandelten Patienten gegenüber 46.9% der Stripping-Patienten innerhalb eines Tages ihre normalen Aktivitäten wieder aufnehmen konnten. Auch kehrten mit Closure® behandelte Patienten 7.7 Tage früher an den Arbeitsplatz zurück als mit Stripping behandelte Patienten. Closure®-Patienten hatten im allgemeinen weniger postoperative Schmerzen und Schwellungen und kürzere Genesungszeiten.1 Wie lange dauert das Verfahren? Durchschnittlich 45-60 Minuten, wonach sich die Patienten dann noch ca. 2-3 Stunden in medizinischer Obhut befinden. Ist das Closure® -Verfahren schmerzhaft? Die Patienten berichten über geringe bis gar keine Schmerzen. Anhand eines örtlichen oder regionalen Betäubungsmittels wird der Behandlungsbereich gefühllos gemacht. Ist eine Anästhesie beim Radiowellen-Verfahren erforderlich? Das Closure®-Verfahren kann unter lokaler, regionaler oder Vollnarkose durchgeführt werden. Wie schnell kann ich nach der Behandlung normale Aktivitäten aufnehmen? Viele Patienten können innerhalb von 1-2 Tagen ihre normalen Tätigkeiten wieder aufnehmen. Im Anschluss an die Behandlung sollte man regelmäßig spazieren gehen sowie 2-3 Tage einen Kompressionsstrumpf tragen. Wie schnell nach der Behandlung werden meine Symptome gelindert? Die meisten Patienten stellen deutliche Verbesserung ihrer Symptome in den ersten zwei Wochen nach dem Eingriff fest. Ist nach dem Eingriff mit Narben, Blutergüssen oder Schwellungen zu rechnen? Patientenberichten zufolge treten im Anschluss an das Closure® -Verfahren nur minimale oder gar keine Narben, Blutergüsse oder Schwellungen auf. Welche potentiellen Risiken und Komplikationen können sich durch die Closure® -Behandlung ergeben? Wie bei jedem medizinischen Eingriff bestehen auch beim Closure® -Verfahren potenzielle Risiken und die Gefahr von Komplikationen. Sie sollten sich von Ihrem Arzt beraten lassen, um festzustellen, ob in Ihrem Fall ein besonderes Risiko besteht. Zu den potenziellen Komplikationen gehören u.a. Gefäßperforation, Thrombose, Lungenembolie, Venenentzündung, Bluterguss, Infektion, Missempfindung sowie Hautverbrennungen. Welche Patienten können behandelt werden? Die Entscheidung trifft der untersuchende Arzt. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Mehrheit der Patienten, die an Krampfadern leiden, mit dem Closure® -Verfahren behandelt werden können. Spielt das Alter des Patienten eine wichtige Rolle bei der Closure-Behandlung? Am wichtigsten ist es, dass der Arzt anhand einer Ultraschall-Untersuchung feststellt, ob die Radiowellen-Behandlung für den Patienten in Frage kommt. Das Alter spielt hier keine maßgebliche Rolle. Patienten aller Altersgruppen sind bereits mit dem Closure®-Verfahren behandelt worden. Wie wirksam ist das Closure®-Verfahren? Kürzlich veröffentlichte Daten zeigen, dass 2 Jahre nach der Behandlung 90-99% der behandelten Saphenavenen geschlossen bleiben und keinen Rückfluss, der eigentlichen Ursache von Krampfadern aufweisen.3,4,5 Was geschieht mit der behandelten Vene? Nach der Behandlung entwickelt sich die Vene zu einem fibrösen Gewebsstrang. Mit der Zeit wird sich die Vene nach und nach mit dem umliegenden Gewebe verbinden. Eine Studie belegt, dass 89% der behandelten Venen ein Jahr nach der Closure-Behandlung vom restlichen Körpergewebe nicht zu unterscheiden sind.6 Wird das Closure® -Verfahren von meiner Krankenkasse bezahlt? Die meisten Krankenkassen bewerten die Kostenübernahme für alle Behandlungen, einschließlich des Closure® -Verfahrens auf der Grundlage medizinischer Notwendigkeit. Privatkassen tragen den Eingriff in der Regel vollständig, gesetzliche Krankenkassen leider noch nicht. Sind die Patienten zufrieden? Während einer Umfrage bestätigten 98% der Patienten, die 6 Monate zuvor mit dem Closure® behandelt worden sind, dass sie die Methode jederzeit ihren Bekannten und Verwandten empfehlen würden.7 |
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| 1 Lurie F, Creton D, Eklof B, Kabnick LS, Kistner RL, Pichot O, et al. Prospective randomized study of endovenous radiofrequency obliteration (Closure) versus ligation and stripping in a selected patient population (EVOLVES study). J Vasc Surg 2003;38:207-14. 2 Goldman, H. Closure of the greater saphenous vein with endo radiofrequency thermal heating of the vein wall in combination with ambulatory phlebectomy: preliminary 6-month follow-up. Dermatol Surg 2000; 26:452-456. 3 Merchant RF, DePalma RG, Kabnick LS. Endovascular obliteration of saphenous reflux: a multicenter study. J Vasc Surg 2002;35:1190-6. 4Weiss RA, et al. Controlled Radiofrequency Endovenous Occlusion Using a Unique Radiofrequency Catheter Under Duplex Guidance to Eliminate 5Saphenous Varicose Vein Reflux: A 2-Year Follow-up, Dermatologic Surgery, Jan 2002; 28:1: 38-42 Whiteley, MS, Holstock JM, Price BA, Scott MJ, Gallagher TM. Radiofrequency Ablation of Refluxing Great Saphenous Systems, Giacomini Veins, and Incompetent Perforating Veins using VNUS Closure and TRLOP technique. Abstract from Journal of Endovascular Therapy 2003; 10:I-46. 6Pichot O, Sessa C, Chandler JG, Nuta M, Perrin M. Role of duplex imaging in endovenous obliteration for primary venous insufficiency. J. Endovasc Ther 2000;7:451-9. 7Weiss RA, Weiss MA. Controlled radiofrequency endovenous occlusion using a unique radiofrequency catheter under duplex guidance to eliminate saphenous varicose vein reflux: A 2-year follow-up. Dermatol Surg 2002;28:38-42. | |||||
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