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Venen-Stripping

In der Vergangenheit bestand die Standardbehandlung bei Reflux in der Vena saphena magna (große Rosenvene) in einem operativen Eingriff mit Venen-Stripping und Ligatur. Dieses Verfahren wird normalerweise in einem Krankenhaus ambulant unter Vollnarkose durchgeführt. Zunächst werden über einen Einschnitt in der Leistengegend die erkrankte große Rosenvene sowie die Nebenäste in der Umgebung freigelegt und abgebunden. Daraufhin wird ein Stripping-Instrument an der Leiste eingeführt, durch die große Rosenvene über die gesamte Länge des Oberschenkels bis knapp unterhalb des Knies durchgefädelt, wo es durch einen Hauteinschnitt wieder austritt. Das obere Ende der großen Rosenvene wird dann an das Instrument angebunden, welches unterhalb des Knies herausgezogen wird, um die Vene zu entfernen. Mit der großen Rosenvene verbundene Gefäßäste werden bei dem Entfernen aus dem Bein abgerissen.

Eine häufig angeführte Studie zum operativen Eingriff mit Venen-Stripping und Ligatur, die 1999 im Journal of Vascular Surgery veröffentlicht wurde, berichtet über eine Refluxelimination bei 71 % von 51 Extremitäten fünf Jahre nach der Behandlung. Laut den 1996 im European Journal of Vascular and Endovascular Surgery veröffentlichten Zweijahresergebnissen dieser Studie betrug die Refluxelimination 87 % von 53 nach dem operativen Venen-Stripping untersuchten Extremitäten. Auch wenn sich mit dem Venen-Stripping ein Reflux der Vena saphena wirksam behandeln lässt, kann der Eingriff traumatisch sein. Die Erholungsphase kann mehrere Tage bis Wochen dauern, bevor die Patienten ihre normalen Aktivitäten oder ihre Arbeit wieder aufnehmen können. Weitere Hauptnachteile des Venen-Strippings sind u. a.:

  • Es handelt sich um ein invasives Verfahren, bei dem ein chirurgischer Einschnitt in der Leistengegend erforderlich ist.
  • Der Eingriff ist in der Regel mit postoperativen Schmerzen, Unannehmlichkeiten und Schmerzempfindlichkeit verbunden, was die Patienten während der Erholung in ihren körperlichen Aktivitäten einschränkt.
  • Der Eingriff führt häufig zu erheblichen Blutergüssen am Oberschenkel und zu einer vorübergehenden Hautverfärbung.
  • Das Verfahren wird in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt, was für die Patienten ein zusätzliches Risiko bedeutet.
  • Bei dem Eingriff kann es zu einer Verletzung von Nerven kommen.
Um den Erfahrungsbericht eines Patienten zu lesen, der sich sowohl einem Venen-Stripping als auch dem Closure-Verfahren unterzogen hat, klicken Sie hier.

Post-Treatment
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